Handelskammer Hamburg 2006

< zurück

Wibo

Wibo-Elektro-Kachel-Ofen 2000 Watt

Das Produkt

Seit Jahrtausenden scharen sich Menschen um ihre Feuerstelle, wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken. Die Klassiker unter den Wärmespendern der Neuzeit sind die Elektro-Kachelöfen aus den Hamburger Wibo-Werken.

Die Idee stammt von Wilhelm Bottermann, dem Namensgeber der Wibo-Werke. Der Hamburger Ingenieur und Ofenbaumeister entwickelte 1962 den ersten Elektro-Kachelofen, dessen Nachfolger bis heute in Hamburg produziert werden. „Speziell nach dem Krieg herrschte großer Bedarf an Heizgeräten“, sagt der geschäftsführende Geschäftsführer Kay Petersen. Er ist seit 25 Jahren für die Wibo-Werke tätig und weiß, was die Kunden an den Geräten schätzen: „Sie verbinden die Wärmeleistung der Kachelöfen mit der Sauberkeit und der bequemen Bedienung der elektrischen Direktheizung“, erklärt der 58-Jährige.

Die Öfen erzeugen Konvektionswärme. Das heißt, sie sorgen für eine ständige Umwälzung der Luft und damit für eine gleichmäßige Raumerwärmung. Die Geräte sind so konstruiert, dass ständig von unten kühle Luft nachströmt, dann im bis zu 150 Grad heißen Kern erwärmt wird und aufsteigt.

Der Heizkern wird in einzelnen Teilen von Partnerunternehmen zugeliefert und im Werk zusammengesetzt. Das eigentliche Herzstück der aus mehr als 40 Einzelteilen bestehenden und bis zu 42 Kilogramm schweren Öfen auf Rollen sind aber die Schamotte-Kacheln. Sie speichern die Wärme und strahlen sie gleichmäßig wieder ab. Der Grundstoff der Kachel ist eine besondere Tonerde. Zunächst trocknen Arbeiter das Material in einer Gipsform vor, bis die Rohlinge eine lederartige Struktur aufweisen. Dann wird – zum Teil noch in Handarbeit eine farbige Glasur aufgetragen. Zur Auswahl stehen weiße, elfenbeinfarbene oder bräunliche Töne. Ihre endgültige Struktur und Festigkeit bekommen die Kacheln in einem 40 Meter langen Tunnelofen. Darin werden sie in mehreren Schritten zunächst gebrannt und dann systematisch abgekühlt. Dann folgt eine genaue Qualitätskontrolle: Nur die schönsten Kacheln werden für die markante Außenhaut der Wibo-Öfen verwendet.

Die Geschichte

Am 5. Juni 1892 lässt Kachelbaumeister Ferdinand Homann seinen Betrieb in die Handwerksrolle der Stadt Hamburg eintragen. Er produziert die bis dahin verbreiteten Hamburger Aufsatzöfen, die die erwärmte Luft durch mehrere gusseiserne Aufsätze zirkulieren lassen. Ab dem 16. Februar 1946 übernimmt Ofenbaumeister und Ingenieur Willhelm Bottermann die Regie und entwickelt den Handwerksbetrieb weiter. 1962 legt er mit seiner Erfindung des Elektro-Kachelofens den Grundstein für den Ausbau des Unternehmenserfolgs.

Das Unternehmen

Heute produziert das Wibo-Werk neben den Elektrokachelöfen auch elektrische Flächen- und Fußleistenheizungen, Kamine, Öfen sowie Heizkörperverkleidungen. Das Unternehmen beschäftigt rund 500 Mitarbeiter im Innen- und Außendienst. Sie arbeiten in der Hamburger Zentrale sowie in Tochterfirmen in der Schweiz, Österreich, England und Frankreich. Insgesamt verkaufte Wibo im vergangenen Jahr 20000 Heizgeräte – ohne Vertragshändler, sondern nur im Direktvertrieb über eigene Energieberater.

Katrin Pliszka
redaktion@hamburger-wirtschaft.de
Telefon 36 13 8 302
Haben Sie Produkte, die überregional bekannt sind? Dann Rufen Sie uns an!
hamburger wirtschaft, Ausgabe November 2006