Handelskammer Hamburg 2007

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Ökonomen

Uwe Rieper

will das alte Klischee vom elitären Golfsport relativieren. Bevor er die Vertriebs- und Marketing Agentur Golffreunde.net in Hamburg gründete, hatte der ehemalige IBM-Manager reichlich wenig mit dem Sport zu tun. Die Begeisterung für das Spiel hat er seiner Partnerin zu verdanken, die ihn zu einem Golfwochenende eingeladen hatte. Dieser Abschlag brachte den Ball ins Rollen. Heute betreibt der 38-Jährige nicht nur die Agentur, sondern auch das Golfportal www.hamburg-spielt-golf.de. „Die perfekte Verbindung zwischen Beruf und Hobby“, sagt Rieper. Das Entscheidende am Golfspielen sei nicht nur das Handicap. Die Herausforderung bestehe darin, körperliche und mentale Fähigkeiten zusammenzubringen. „Gute Ideen kommen an der frischen Luft dann wie von selbst.“ Mit dem neuesten Produkt, der „Hamburg spielt Golf Card“, können Golfer die Metropolregion Hamburg günstiger – bis zu 30 Prozent Rabatt auf alle Leistungen – kennenlernen. Das ist sowohl für Einsteiger als auch für langjährige Golfer attraktiv.

Corinna Hesse und Antje Hinz

verlegen Reiseführer für die Ohren. Die beiden Rundfunkjournalistinnen haben sich mit ihrem 2005 gegründeten Silberfuchs-Verlag auf „klingende Kulturgeschichten“ spezialisiert – ein Novum auf dem deutschen Hörbuchmarkt. „Wir wollen unsere Begeisterung für die faszinierenden Kulturen der Welt mit neugierigen Hörern teilen“, sagen die Verlegerinnen. Bei ihren Produktionen, etwa den Begleithörbüchern zu den Länderschwerpunkten des Schleswig-Holstein Musik Festivals, setzen sie auf fundierte Recherche, unterhaltsame Texte und die Verbindung von Wort und Musik. Alle CDs erscheinen in hochwertiger Ausstattung mit einem künstlerisch gestalteten Beiheft. Die Nominierung für den Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie „Beste verlegerische Leistung“ hat Hesse und Hinz bestätigt, dass sie auf dem richtigen Weg sind: „Unser Verlagsprogramm ist bislang zwar klein, aber zugleich exzellent – und es wächst stetig.“ In Planung ist unter anderem ein Hörbuch über die Kulturgeschichte der Hanse.

Dirk Lanio

ist zwar kein Mediziner, sondern Diplom-Politologe, dennoch will er Erkrankten helfen. Dafür nutzt der 39-Jährige jetzt auch die Erfahrungen von Patienten. Mit seiner Internet-Plattform www.medmonitor.de können Interessenten kostenlos den bundesweit ersten Krankenhausführer nutzen, um für eine bevorstehende Behandlung die jeweils beste Klinik zu finden. Der Medmonitor-Geschäftsführer ist von seinem Konzept überzeugt: „Die Nutzer können sowohl die Patientenzufriedenheit, als auch die Behandlungshäufigkeit in rund 2000 von den Krankenkassen zugelassenen Krankenhäusern vergleichen. Neben den Fallzahlen sind dabei besonders die Patientenkommentare zu Behandlungserfolg sowie zur Zufriedenheit mit Ärzten und Pflege hilfreich.“ Bewertungen abgeben kann übrigens jeder Patient, der sich mit Benutzername und E-Mail-Adresse registriert hat. Lanio arbeitete für Tchibo und Razorfish, ehe er sich 2002 mit einem eigenen Beratungsunternehmen selbstständig machte. Seit August 2006 ist er Geschäftsführer von www.medmonitor.de.

hamburger wirtschaft, Ausgabe September 2007