Handelskammer Hamburg 2008

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Öko-Nomen

Madeleine Herring

führt etwas im Schilde. Die gebürtige Australierin fertigt individuelle Namensschilder für Kinder. „Die Etiketten können in fast alle Kleidungsstücke aufgebügelt werden oder als Sticker auf Butterbrotdosen, Schulbücher und in Schuhe geklebt werden“, erklärt die zweifache Mutter, die seit sechs Jahren in Hamburg lebt. So finden Eltern und Erzieher das Eigentum der Kinder schnell wieder. Ob kindlich-verspielt in bunten Farben und mit lustigen Motiven oder schlicht und seriös, auf der Webseite www.mynamelabel.de kann der Kunde die Namensschilder selbst gestalten und direkt bestellen. Die Preise für ein persönliches Labelpaket beginnen bei 20 Euro für circa 50 Etiketten in verschiedenen Größen. Jahrelang arbeitete Madeleine Herring als Gerichtspsychologin in London. Dann kam die Babypause und sie war vor allem eines: Mutter. Als ihr erstes Kind in den Kindergarten kam, suchte Herring nach einer einfachen Möglichkeit, die Sachen zu beschriften. In ihrem Heimatland entdeckte sie „My Name Label“. „Die Idee gefiel mir so gut, dass ich sie nach Deutschland geholt habe“, sagt die 42-jährige Gründerin. Unterstützt von ihrer Hamburger Familie entwickelt Madeleine Herring nun einen Marketingplan, damit mehr Eltern und Kindergärten ihren praktischen Beschriftungsservice nutzen.

Sonja Zepernick

lässt es ordentlich krachen: Seit letztem Jahr ist sie Geschäftsführerin von Kate’s Popcorn in Ottensen. Die kleine Popcorn Fabrik mit angeschlossenem Laden produziert feinstes Popcorn in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen. „Wir fertigen nach alten Rezepten von klassisch-süß bis feurig-scharf und verwenden überwiegend natürliche Zutaten“, so die 32-Jährige. Die verschiedenen Sorten lassen in der Tat kaum Wünsche offen: Ob Schokolade, Chili oder Heidelbeer, für jeden ist etwas dabei. Die Geschäftsidee wurde durch Zepernicks Zwillingsschwester an sie herangetragen: „Deren Chef und zwei seiner Freunde hatten die Idee zu dem Laden und wollten mich als Geschäftsführerin. Ich war zwar gleich begeistert, aber nicht ganz sicher.“ Das änderte sich nach einem Besuch in Kanada. „Dort hat Popcorn eine alte Tradition. Ich sah vor Ort, das kann funktionieren.“ Und es funktioniert. Mittlerweile beschäftigt die Hamburgerin rund 25 Aushilfen. „Für 2008 planen wir zwei bis drei neue Geschäfte“, erzählt sie. Neben dem jetzt schon gut laufenden Lieferservice und einem kleinen Marktwagen, mit dem sie zum Beispiel auf dem Isemarkt zu finden sind, ist auch ein Catering-Service in Planung. „Wir haben häufig Anfragen von Eventagenturen, die nach alternativen Snacks suchen.“ Der besondere Clou: Zur Fußball-Europameisterschaft wird es Popcorn in den Farben der teilnehmenden Länder geben.

Dagmar Wenck

backt keine Brötchen. In ihrer Küche entstehen Törtchen und Pralinés vom Feinsten – für ein sinnliches Gourmet-Erlebnis der anderen Art. Die Leckereien füllen nämlich nicht die Bäuche der Feinschmecker, sondern versüßen das Badeerlebnis. An Aufträgen mangelt es der bath-bakery nicht. Die 51-Jährige setzte ihre Idee Ende 2006 aus der Arbeitslosigkeit heraus um und stellt jetzt selbst Mitarbeiter ein, die es sonst schwer haben, eine Stelle zu finden. Auf 220 Quadratmetern produziert das Team die Naturkosmetik in Handarbeit. Die Badeköstlichkeiten sind in einem Hamburger und einem Kieler bath-bakery-Geschäft und bei ausgewählten Einzelhändlern zu haben. Darüber hinaus gestaltet Wenck für ihre Firmenkunden auch Torten nach Wunsch. Die „Konditorin“ plant für 2008 fünf neue Geschäfte in Deutschland und im Ausland und die Entwicklung von kulinarisch anmutenden Ölen und Cremes – also Vorsicht bei der nächsten Mousse au chocolat!

hamburger wirtschaft, Ausgabe Februar 2008