Handelskammer Hamburg 2008

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Öko-Nomen

Andreas Brandt und Jochen Weidner

lieben flotte Kisten, am meisten solche mit jungem Gemüse drin. Die beiden Unternehmer versorgen als Geschäftsführer der City Farming GmbH Hamburg mit Obst, Gemüse und anderen Bio-Produkten. Alle Kunden erhalten ausgewählte Waren, geliefert wird in stabilen Holzkisten, mit eigenen Kühlfahrzeugen, ohne Pfand und dergleichen. Wer online (www.city-farming.de) bis 14 Uhr bestellt, erhält seine Köstlichkeiten schon am nächsten Tag (außer sonntags) nach Hause oder ins Büro. „Wir liefern exzellente Produkte in ausgesuchter BioQualität und mit erstklassigem Geschmack erntefrisch direkt vor die Speisekammer oder auf den Konferenztisch im Büro“, versprechen die beiden Lieferanten. Neun verschiedene Boxen hat das Unternehmen im Angebot, beispielsweise die Counter Box mit drei Kiwis, fünf Winterorangen, fünf Birnen, zehn Bananen, zehn Äpfeln und zwölf großen Pflaumen für 24 Euro oder die Farming Box (18 Euro) mit 250 Gramm Zwiebeln, 500 Gramm Tomaten, 750 Gramm Bio-Porree (oder Kohlrabi), einem Salat der Saison, einem Topf Kräuter, einem Kilo Möhren (oder Pastinaken) sowie einem Kilo Kartoffeln.

Heinz Gérard

bringt Menschen zusammen. Weil es ihm Spaß macht und er davon überzeugt ist, dass gerade kleinere Unternehmen nur stark sind, wenn sie gemeinsam agieren. Dieses Motto lebt der gebürtige Rheinländer Heinz Gérard, der viele Jahre Vorsitzender der Interessengemeinschaft Modecentrum Hamburg war und weiterhin für den Verein Teile der Öffentlichkeitsarbeit wahrnimmt. So pflegt er das Netzwerk, indem er mit der Handelskammer die Vorsitzenden der lokalen Interessengemeinschaften aus Norddeutschland ins Modecentrum einlädt, um mit ihnen Erfolgsrezepte für die gemeinsame Arbeit in den Quartieren zu diskutieren. Damit er selbst auf immer neue Ideen kommt, ist der Inhaber der Modeagentur „gérard large and more“ im Branchenverband CDH im Norden und im Handelsausschuss der Handelskammer aktiv. Dass auch sein Unternehmen profitiert, beweist die Tatsache, dass er erst jüngst für das Modemagazin „legére“ ausgezeichnet wurde. Für dieses Projekt konnte er Hersteller und Einzelhändler gewinnen, die sich mit dem Magazin an „Frauen mit Format“ richten.

Sanaz Dobberstein-Mozaffarian

ist der Diamanten beste Freundin. Sie ist Gemmologin, Fachfrau für Edelsteine und Schmuck. Bereits in vierter Generation ist ihre Familie in der Juwelierbranche tätig. Ein Hauch von 1001 Nacht: Der Großvater war Hofjuwelier des Schahs, und auch die 27-Jährige kreiert exklusiven Schmuck. „Ich bin in Persien geboren, mit acht Jahren nach Hamburg gekommen“, sagt Sanaz Dobberstein-Mozaffarian. Damals eröffnete ihr Vater das Geschäft „Crown Juwelen“ an den Alsterarkaden. Bald war seine Tochter von der glitzernden Welt fasziniert. Nach einer Ausbildung in der Edelsteinstadt Idar-Oberstein begann sie im Familienunternehmen. „Jeder einzelne Stein hat individuelle Merkmale“, sagt die Expertin. Ihre Leidenschaft sind die eigenen Kreationen. „Vor Kurzem habe ich für eine Dame eine Brosche entworfen. Ein Blatt, besetzt mit Rubinen und Diamanten, die die Farben ihres Mantels und seiner Knöpfe aufgreifen.“ Neben Auftragswerken hat sie mit „Crown Creation“ die hauseigene Schmucklinie für die Besserbetuchten entwickelt, zeitlos und klassisch. Ein Goldschmiedemeister setzt ihre detailreichen Zeichnungen eins zu eins um. Das Angebot des Juweliergeschäfts beginnt preislich bei rund 300 Euro – ein exklusives Schmuckstück kann aber schon mal 30000 Euro kosten. Aber es komme kaum vor, dass ein Schmuckstück ohne Käufer bleibe, sagt die zierliche Frau. „Irgendwann schaue ich in glänzende Augen und weiß, dass ein Schmuckstück seinen Besitzer gefunden hat.“

hamburger wirtschaft, Ausgabe Juni 2008