Handelskammer Hamburg 2010

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Treffpunkt

HIGHLIGHT

Ausgezeichnetes Engagement
Albert Darboven, Inhaber und Geschäftsführer der J.J. Darboven GmbH & Co. KG, nahm im Vestibül des Museums für Kunst und Gewerbe den Kulturmerkur als Auszeichnung für das kulturelle Enga­gement seines Unternehmens entgegen. Ausgezeichnet wurde außerdem die Pro Quartier Hamburg Gesellschaft für Sozialmanagement und Projekte mbH, vertreten durch deren Leiterin Camilla Hübsch-­Törper und Eventmanager Nicolas Schroe­dere. Die Handelskammer und die Ham­burgische Kulturstiftung vergaben den Kulturmerkur in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal. Kultursenator Reinhard Stuth und Handelskammer-Präses Frank Horch überreichten die silbernen Merkurstäbe, die Laudationes hielten die beiden Kulturmerkur-Preisträger des Vorjahres, Frank Brockmann, Vorstandsmitglied der Hamburger Sparkasse, und Norbert Deiters, Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Deiters und Florin. Mit einem Schattenspiel, das für eine Hochhausfassade in Mümmel­mannsberg entwickelt wurde, gaben die Lichtkünstlerin Katrin Bethge und die „Schattenfreunde“ einen Einblick in die Förderprojekte von Pro Quartier. Der Schauspieler Günter Bothur las einen Auszug aus der Schöpfungsgeschichte auf Plattdeutsch und dokumentierte damit J.J. Darbovens Engagement für den Erhalt der niederdeutschen Sprache. Weitere ­Informationen unter www.hk24.de.

Bestenehrung im Börsensaal
Für ihre herausragenden Prüfungsleistungen hat die Handelskammer 70 Absolventen des Ausbildungsjahres 2009/2010 ausgezeichnet. Sie haben ihre Abschlüsse mit mindestens 91,5 Punkten von 100 und als Beste ihres jeweiligen Ausbildungsberufes bestanden. „Sie sind unsere Fach- und Führungskräfte von morgen“, sagte Handelskammer-Präses Frank Horch bei der Veranstaltung im Börsensaal, an der auch 350 Gäste teilnahmen. „Nutzen Sie klug den Vorteil Ihrer fundierten Ausbildung, bauen Sie darauf Ihre ganz persönliche berufliche Karriere auf.“ Die Handelskammer ehrte nicht nur die Jugendlichen für ihre Spitzenleistungen, sondern auch die 63 Betriebe, in denen die Auszubildenden gelernt haben. Das gute Abschneiden der jungen Menschen, betonte Horch, wäre ohne ihre Ausbildungsbetriebe nicht denkbar gewesen. „Ihnen ist etwas gelungen, was in heutiger Zeit schwierig, ja fast unmöglich zu sein scheint, nämlich junge Menschen zu motivieren.“ Auf neun der 70 Preisträger wartet ein weiterer Termin: In Anwesenheit von Bundesministerin Ursula von der Leyen wird sie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag am 13. Dezember in Berlin als bundesweit beste Absolventen ihrer jeweiligen Berufe auszeichnen.

Veranstaltet

Feierstunde
Die Handelskammer hat insgesamt 1039 Fachkräfte ausgezeichnet, die in Hamburg seit Herbst 2009 ihre Fort­bildungsprüfungen zum Meister, Fachwirt, Fachkaufmann oder Betriebswirt erfolgreich abgelegt haben. „Unser System der beruf­lichen Aus- und Fortbildung ist nach wie vor ein Zukunftsmodell“, sagte Vizepräses An­dreas Bartmann bei der Feierstunde im Börsensaal in Anwesenheit von Wirtschaftssenator Ian Karan. „Die Absolventen der IHK-Fortbildungsprüfungen sind praxisnah qualifiziert und weisen immer wieder nach, dass sie in anspruchsvollen Fach- und Führungspositionen eingesetzt werden können.“

Energieforum
Moderiert von Herbert Schalthoff, Chefredakteur von Hamburg 1, diskutierten Holger Gassner von RWE In­nogy, Dr. Stephan Mura von der Leipziger Strombörse, Aribert Peters vom Bundesverband der Energieverbraucher und Dr. Werner Marnette in der Handelskammer über die Entstehung von Strompreisen und deren Bedeutung für die gewerblichen und ­privaten Verbraucher. Anlass war das „Zweite Ham­burger Ener­gieforum“, eine Gemeinschafts­ver­anstaltung der Handelskammer und des ­Vereins Deutscher Ingenieure (Landesver­band Hamburg).

Energie
Die Wasserstoff-Gesellschaft Hamburg e.V. stellte das gemeinsam mit der Stadt Hamburg und dem Land Schleswig-Holstein finanzierte Gutachten „Potenziale der Windwasserstoff-Technolgie“ vor: Mithilfe des Energieträgers Wasserstoff kann der in Schleswig-Holstein anfallende Überschuss an Windenergie nutzbar gemacht werden für Anwendungen im Verkehr und in der Industrie, wobei Ham­burger Unternehmen das größte Abnahmepotenzial bieten. Der Vorsitzende der Wasserstoff-Gesellschaft, Nikolaus W. Schües, unterstrich in Anwesenheit des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers Jost de Jager die Bedeutung dieser Technologie: „Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe, wir setzen bislang ungenutzte regenerative Energie in sinnvollen Prozessen ein und tragen gleichzeitig zur Stabilität der Energienetze bei.“ Das Gutachten unter www.h2hamburg.de.

Klimakonzert
Mit einer Multimedia- und Orchesterinszenierung fand in der Handelskammer vor mehr als 600 Besuchern das erste Hamburger Klimakonzert statt. Das Motto: „Music goes Green“. Das Felix Mendelssohn Jugendsinfonieorchester spielte unter der Leitung von Clemens Malich zu eindrucksvollen Naturaufnahmen Stücke von Gustav Mahler, Erwin Schulhoff und George Crumb. Kurze Dialoge mit dem bekannten Klima­forscher Prof. Hartmut Graßl steigerten die eindringliche Wirkung von Musik und Bildern, die im Rahmen diverser Mittelamerika-Expeditionen des Hamburger Medien- und Forschungsschiffes „Aldebaran“ entstanden sind. Die Handelskammer war Kooperationspartnerin dieser Veranstaltung und stellte den Börsensaal dafür kostenlos zur Verfügung.

Ecuador

Anlässlich des Wirtschaftstages Ecuador, der in Zusammenarbeit mit dem Lateinamerikaverein stattfand, begrüßte Handelskammer-Präses Frank Horch die Wirtschaftsministerin der Republik Ecuador, Katiuska King, und ihren für strategische Angelegenheiten zuständigen Kabinettskollegen Jorge Glas. Bei der Konferenz, an der auch der ecuadorianische Botschafter in Deutschland, Dr. Horacio Sevilla Borja, teilnahm, forderte Horch die Minister auf, sich des Themas Rechtssicherheit für ausländische Investoren anzunehmen. „Dabei“, sagte er, „geht es nicht nur um das Thema Investitionsschutz im engeren Sinne, sondern auch um die Rechtssicherheit im operativen Tagesgeschäft der Betriebe.“

Nato-Meeting

Der Nato-Umwelt­aus­schuss traf sich zum Waste Management Meeting in der Handelskammer. Vertreten waren die Länder Frankreich, Italien, England und Deutschland. Die Arbeitsgruppe CEN/WS10/EG18 arbeitet an einem neuen „Best Practice Handbook“ für die Streitkräfte zu Land, zu Luft und zu Wasser. Plenarmitglied Eberhard Runge arbeitet in der Gruppe für die Marine mit. Ziel ist es, allen Streitkräften die besten Verfahren aufzuzeigen, die unter Berücksichtigung aller Normen und Regularien (national und international) den optimalen Umweltschutz bieten. Eine große Aufgabe mit einem bedeutenden Ziel. Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe findet in Frankreichs Verteidigungsministerium in Paris statt.

hamburger wirtschaft, Ausgabe Dezember 2010