Handelskammer Hamburg 2010

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Öko-Nomen

Ines Wirbeleit

designt reflektierende Textilaufkleber, die Fußgängern nicht nur Sicherheit im Straßenverkehr verleihen, sondern auch noch „cool“ aussehen. „Machen wir uns nichts vor“, sagt die Mutter von zwei Söhnen, „Kinder tragen so etwas doch nur, wenn sie es schick finden.“ Deshalb gibt es ihre Reflektor-Sticker in allen möglichen Formen und Farben: als Schmetterlinge, Blumen und Piraten. Auch schlichtere Motive wie Sterne und Retro-Kreise hat die Art-Designerin im Repertoire – für die ältere Generation: „Schließlich fahren auch Mütter Fahrrad.“ Bis zu 160 Meter Rückstrahlkraft haben ihre Aufkleber. Sie haften an Kleidung, Schuhen und Taschen, schmücken Schirme und Gebrauchsgegenstände aller Art. Auf die Idee kam Wirbeleit an einem trüben Regentag. Sie hatte ihren Ältesten in „matschtaugliche Klamotten“ gepackt und festgestellt, dass ihr Sohn im Schmuddelwetter kaum mehr zu sehen war. Also machte sie sich auf die Suche nach einem praktischen Reflektor, der auch den Ansprüchen ihres Sprösslings genügen sollte. Doch im Handel fand sie nur „grottenhässliche“. Da begann sie, eigene Reflektoren zu entwickeln, die sie unter anderem im Online-Shop unter www.lilthings.de anbietet.

Jörn Erkau

entwickelt elektronische Besucherinformationssysteme. 2001 gründete er mit Partner Jörg Schneider die Soundcom GmbH und realisiert seither Führungen für Ausstellungen und Stadtrundgänge. Das Angebot reicht von gewöhnlichen Audio-Touren bis hin zu komplexen, GPS-basierten Leitsystemen für das iPad und Smartphones wie zum Beispiel das iPhone. Besucher der Internationalen Bauausstellung (IBA) in Hamburg beispielsweise werden per Multimedia-Guide über das Gelände geführt. Ausgestattet mit einem Minicomputer, können IBA-Gäste die Ausstellung auf eigene Faust erkunden: Ausgelöst durch ein GPS-Signal, liefert das Gerät an verschiedenen Stationen kurze Videos, Bilder und gesprochene Texte. „Die Anwendungen sind vielfältig“, sagt Erkau. „Und sie können in Zukunft mit jedem mobilen Endgerät empfangen werden.“ Soundcom bietet auch Führungen für hör- und sehbehinderte Menschen an. Für die Hallig Hooge im schleswig-holsteinischen Wattenmeer setzten Erkau und Schneider beispielsweise eine Eilandtour speziell für Blinde und Sehbehinderte um. Erkau: „Barrierefreiheit ist ein großes Thema.“ Schließlich sollten interessante Orte jedem zugänglich sein.

Konstanze Dammann, Katy und Kostas Oreopoulos

verkaufen gesunden Schlaf. Ihr Metier sind Matratzen – ohne Federkern und aus zu 100 Prozent natürlichen Materialien. „Kautschuk ist extrem flexibel“, sagt Konstanze Dammann. Anders als herkömmliche Matratzen fülle das Naturgummi die Räume zwischen Liegefläche und Körper vollständig aus. „Dadurch wird die Wirbelsäule optimal unterstützt.“ Kokosnussfasern verleihen dem Bett den gewünschten Härtegrad. Schicht um Schicht kreiert der Kunde seine Matratze bei „Coco-Mat“ selbst. Wer über Atembeschwerden klagt, dem rät das dreiköpfige Team zu einer Lage Seegras. „Das unterstützt die Atmung“, so Dammann. Das Prinzip und die Marke „Coco-Mat“ kommen aus Griechenland, als Franchisenehmer eröffneten Dammann und das Ehepaar Katy und Kostas Oreopoulos Ende 2009 die erste deutsche Filiale. Die Matratzen sind antiseptisch, Milben und Bakterien überleben hier nicht. Dennoch lassen sich die Baumwollbezüge einfach abnehmen und waschen. „Immerhin schwitzen wir jede Nacht bis zu einen Liter Flüssigkeit aus“, sagt Dammann.
hamburger wirtschaft, Ausgabe Oktober 2010