Handelskammer Hamburg 2010

< zurück

Serie: Plenarwahl 2011

Demokratisch und engagiert

Bei der Plenarwahl im Januar 2011 hat jedes Mitglied der Handelskammer Gelegenheit, direkt auf die Zusammensetzung der Vollversammlung einzuwirken: als Wähler, aber auch als Kandidat.
Die Handelskammer versteht sich als gemeinsames Unternehmen all ihrer Mitgliedsfirmen. Sie arbeitet, wie alle Industrie- und Handelskammern, als kritischer Partner der Politik, als unabhängiger Anwalt des Marktes und als Dienstleister der Wirtschaft.

 Diese drei Handlungsfelder leiten sich aus Paragraf 1 des Bundeskammergesetzes ab. Für eine erfolgreiche Arbeit für die Wirtschaft sollen alle drei Bereiche in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Zur Veranschaulichung spricht man gern von den Eckpunkten eines „magischen Dreiecks“, die gut austariert sein wollen. Würde eine Kammer den Fokus ihrer Arbeit nur auf ein einziges oder zwei der drei Felder legen, käme sie mit dem gesetzlichen Auftrag in Konflikt.

Als kritischer Partner der Politik formulieren die Kammern das Gesamtinteresse der regionalen, gewerblichen Wirtschaft. Das ist nicht immer einfach. Einzelne Personen, Betriebe oder Branchen können durchaus im Gegensatz zum Gesamtinteresse stehende Interessen vertreten.In den Gremien der Handelskammer – im Plenum, im Präsidium, in den Ausschüssen und Arbeitskreisen – werden diese Einzelinteressen zu einem gemeinsamen Standpunkt zusammengeführt – „abwägend und ausgleichend“, wie es Paragraf 1 des Bundeskammergesetzes vorsieht. Das Plenum legt am Ende dieses Prozesses zur Meinungsfindung die Richtlinien für das weitere Vorgehen fest. So kommt es zum Ausgleich der Interessen, und die Wirtschaft kann mit einer Stimme sprechen.

Als kundenorientierter Dienstleister steht die Handelskammer Unternehmen und Existenzgründern in Hamburg zur Seite. Die Mitarbeiter helfen durch persönliche Beratung, Merkblätter und Broschüren bei nahezu allen wirtschaftsrelevanten Themen weiter.

 Als unabhängiger Anwalt des Marktes will die Handelskammer den Staat entlasten und setzt sich deshalb dafür ein, den Staat auf seine grundlegenden Funktionen zu reduzieren. Durch Angebote zu außergerichtlicher Streitbeilegung und Streitprävention sorgt sie für ein faires Miteinander in der Wirtschaft. Prüfungen in der Berufsbildung und die praxisorientierte Umsetzung der Versicherungsvermittlerrichtlinie sind Beispiele für hoheitliche Aufgaben, die schlank und unternehmensnah wahrgenommen werden.

Der Vorteil der Handelskammer ist, dass sie durch die Mitwirkung der Mitglieder und des Ehrenamtes bei allem, was sie tut, unternehmerischen Sachverstand einbindet. Davon profitieren alle Mitglieder und außerdem Politik und Verwaltung unserer Stadt.

Die Unternehmer, die sich in der Handelskammer engagieren, achten wie in ihren eigenen Unternehmen darauf, dass übernommene Aufgaben effizient erfüllt werden. Einige der wichtigsten Aufgaben kann die Handelskammer wahrnehmen, weil alle Gewerbetreibenden zu ihren Mitgliedern gehören. Ohne Handelskammer würde die Wirtschaft gegenüber der Politik nicht mit einer Stimme sprechen, um sich beispielsweise für die unternehmerischen Grundrechte wie die Freiheit der wirtschaftlichen Betätigung und die Gewährleistung des Eigentums einzusetzen. Damit bestünde die Gefahr, dass diese marktwirtschaftliche Orientierung verloren ginge.

Im Leitbild der Handelskammer für die Jahre 2010 bis 2015 ist dies nachzulesen, unter anderem mit dem Bekenntnis: „Wir sind überparteilich, dem Ausgleich von Interessen verpflichtet, bereit zum offenen Dialog und orientieren uns am Gemeinwohl. Wir bekennen uns zur sozialen Marktwirtschaft und setzen uns für einen Staat ein, der sich im Wesentlichen auf seine Kernaufgaben beschränkt.“

Jedes Mitgliedsunternehmen, egal ob Groß- oder Familienbetrieb, ob aus der Grundstoffindustrie oder aus dem Einzelhandel, hat bei der Kammerwahl eine Stimme – unabhängig von der Höhe des Beitrags und von der Größe des Unternehmens. So ist das demokratisch gewählte Plenum in seiner Zusammensetzung Spiegelbild der regionalen Wirtschaft und legitimiert als höchstes beschlussfassendes Organ die Positionen der Handelskammer.
Jörn Schüßler
joern.schuessler@hk24.de
Telefon 36138-508

Informationen


Wahlgruppen und Ansprechpartner auf einen Blick


Wahlgruppe Ansprechpartner      Telefonnummer
I Banken Dr. Gabriele Rose 36138-350
II Beratende Dienstleistungen Dr. Dirck Süß 36138-276
III Einzelhandel Heiner Schote 36138-275
IV Groß- und Außenhandel,
Handelsvermittler
Corinna Nienstedt,
Heiner Schote
36138-291
36138-275
V Güterverkehr Reinhard Wolf 36138-311
VI Hotel- und Gaststättengewerbe Reinhard Wolf 36138-311
VII Immobilienwirtschaft Dr. Dirck Süß 36138-276
VIII Industrie Ulrich Brehmer 36138-381
IX Medienwirtschaft Tanja Martens 36138-444
 X Personenverkehr Reinhard Wolf 36138-311
XI   Versicherungsgewerbe Dr. Gabriele Rose 36138-350

Informationen


Die Handelskammer Hamburg hat etwa 159 000 Mitgliedsunternehmen, über 700 gewählte, ehrenamtlich engagierte Unternehmer und rund 4500 ehrenamtliche, überwiegend in der Berufsbildung tätige Prüfer. Etwa 300 hauptamtliche Mitarbeiter werden in der Handelskammer sowie in Tochtergesellschaften beschäftigt.

Bei der Plenarwahl im Januar 2011 kann sich jedes Mitglied der Handelskammer als Wähler oder Kandidat einbringen. Einzelheiten dazu erfahren Sie im Rahmen dieser Serie, unter www.hk24.de, sowie bei den Wahlgruppenbetreuern (siehe Tabelle).

hamburger wirtschaft, Ausgabe August 2010