Handelskammer Hamburg 2010

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Starthilfe und Unternehmensförderung

Was tun Sie, um Fachkräfte zu gewinnen und diese langfristig an Ihr Unternehmen zu binden?

Qualifiziertes Personal ist das Kapital der Wirtschaft. Der Wettbewerb um fähige Mitarbeiter ist groß – und wird angesichts des demografischen Wandels weiter zunehmen. Die hamburger wirtschaft wollte wissen, wie sich Hamburger Firmen Fachkräfte sichern.
„Zur Gewinnung von Fachkräften nutzen wir alle Gelegenheiten, direkt mit den Menschen in Kontakt zu treten und über die beruflichen Perspektiven bei uns aufzuklären. Wir besuchen bundesweit Berufsmessen und Fachschulen. Langfristige Bindung erzielen wir durch die Schaffung transparenter beruflicher Perspektiven und die Förderung von Talenten. Wir bieten mit der Block Akademie hochwertige begleitende Seminare und die Möglichkeit, über Fernstudien die beruflichen Qualifikationen zu professionalisieren.“
Andreas Kurtenbach (42), Geschäftsführer der Block Akademie GmbH

„Die Intercityhotels, ein Tochterunternehmen der Steigenberger Hotels AG, legen von jeher großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Wir bieten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für alle Mitarbeiter und Karrierestufen – von betrieblichen Schulungen durch interne und externe Trainer über Talentmanagement-Programme für Führungsnachwuchs und Führungskräfte bis hin zum Executive MBA. Aufstiegschancen und die Möglichkeit, in andere Intercity­hotel- und Steigenberger-Betriebe auch im Ausland zu wechseln, sind attraktive Anreize für Fachkräfte in der Hotellerie.“
Anja Bantle (47), Direktorin Intercityhotel Hamburg Hauptbahnhof

„Die Helm AG bildet in sieben Berufen aus, bietet duale Studiengänge und ein Traineeprogramm an. Die Ausbildungsquote liegt bei 14 Prozent. Unseren Fachkräftebedarf decken wir somit im Wesentlichen durch eigene Ausbildung ab. Dank einer guten Führungsarbeit, sehr guten sozialen Leistungen und guter Bezahlung haben wir ein erfreuliches Betriebsklima. Einen Teil des externen Bedarfs decken wir über Empfehlungen unserer Mitarbeiter ab – sie können sehr gut beurteilen, wer in die Unternehmenskultur passt. Der verbleibende Bedarf wird durch Anzeigen und über das Internet rekrutiert. Eine Fluktua­tionsrate von 2,6 Prozent ist das erfreuliche Ergebnis all dieser Maßnahmen.“
Dieter Schütt (59), Zentralbereichsleiter Personal und Administration Helm AG

„Otto setzt auf profes­sionelles Employer und Employee Branding. Um qualifizierte Fachkräfte auf Otto aufmerksam zu machen, nutzen wir klassisches Recruiting, zunehmend aber auch Social-Media-Kanäle wie Facebook und Twitter sowie mobile und virale Maßnahmen. Intern sind wir seit zwei Jahren sehr erfolgreich mit unserer Mitarbeiterkampagne ‚Ich bin Otto!’ unterwegs. Über kreative und unkonventionelle Aktionen schwört sie unsere Mitarbeiter auf unsere Geschäftsziele ein und sorgt für Zusammenhalt und gegenseitige Wertschätzung in der Belegschaft.“
Alexander Birken (46), Otto-Vorstand Personal und Steuerung, Arbeitsdirektor

„Unser zentrales Instrument zur Gewinnung von Fachkräften ist nach wie vor die Ausbildung. Im Zusammenspiel mit der stetigen Weiterbildung und Förderung unserer Mitarbeiter und einer konsequenten internen Führungskräfteentwicklung ist es uns gelungen, den Bedarf an Fach- und Führungskräften fast vollständig aus eigenen Reihen zu gewinnen. Die partnerschaftliche Unternehmenskultur, verbunden mit Gestaltungsspielraum für den Einzelnen, binden zudem unsere Mitarbeiter langfristig.“
Katharina Benson (46), Personalleiterin Globetrotter Ausrüstung Denart und Lechhart GmbH

„McKinsey möchte außergewöhnliche Persönlichkeiten nicht nur für sich gewinnen, sondern sie auch kontinuierlich weiterentwickeln und nachhaltig begeistern. Zum Kennenlernen bieten wir viele Veranstaltungen an, bei denen Studierende und Young Professionals einen Einblick in unsere Arbeit erhalten. Nach dem Einstieg durchlaufen unsere Berater zahlreiche Trainings. Zudem übernehmen sie von Anfang an Verantwortung. Dabei werden sie intensiv durch erfahrene Berater betreut und sind in ein globales Experten-Netzwerk eingebunden.“
Udo Kopka (42), Leiter des Hamburger Büros von McKinsey and Company


Die veröffentlichten Aussagen sind privater Natur und ihre Auswahl Ergebnis einer nicht-repräsentativen Umfrage.
hamburger wirtschaft, Ausgabe Dezember 2010